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Mediation

by mecon.

Mediation ist ein strukturiertes Verfahren zur konstruktiven Klärung von Konflikten. Eine neutraler, allparteilicher Mediator begleitet die Beteiligten dabei, Interessen sichtbar zu machen, Perspektiven zu verstehen und tragfähige Lösungen zu entwickeln.

Im Mittelpunkt stehen Dialog, Eigenverantwortung und nachhaltige Vereinbarungen.

 

Professionelle Mediation kommt in vielen Lebens- und Arbeitsbereichen zum Einsatz – überall dort, wo unterschiedliche Interessen aufeinandertreffen und ein konstruktiver Weg nach vorne gesucht wird.

 

Die folgenden Bereiche zeigen typische Felder, in denen Mediation wirkungsvoll eingesetzt werden kann:

Familie

Mediation unterstützt Familien dabei, Spannungen zwischen Generationen, Geschwistern oder innerhalb des erweiterten Familienkreises konstruktiv zu klären – etwa bei Erbschaftsfragen, Rollenverteilungen, Pflege von Angehörigen oder familiären Entscheidungsprozessen.

Arbeit

Mediation klärt Spannungen im beruflichen Alltag – etwa zwischen Mitarbeitenden, zwischen Führungskräften und Teams oder bei Rollen-, Kommunikations- und Erwartungskonflikten am Arbeitsplatz.

Scheidung

​Bei Trennung oder Scheidung ermöglicht Mediation eine strukturierte und respektvolle Klärung zentraler Themen wie Kinderbetreuung, Vermögensaufteilung, Unterhalt oder zukünftige Kommunikation als Eltern.

Wirtschaft

In wirtschaftlichen Kontexten unterstützt Mediation Unternehmen, Geschäftspartner, Gesellschafter, Kunden oder Lieferanten dabei, Konflikte rund um Verträge, Kooperationen, Projekte oder Geschäftsbeziehungen effizient und lösungsorientiert zu klären.

privat

Auch im privaten Umfeld hilft Mediation, Konflikte zwischen Nachbarn, Freunden, Lebensgemeinschaften oder Eigentümergemeinschaften zu lösen und tragfähige Vereinbarungen für das gemeinsame Zusammenleben zu entwickeln.

Teams

Mediation begleitet Gruppen dabei, Spannungen zu lösen und Zusammenarbeit neu auszurichten – in Arbeitsteams, Projektgruppen, Vereinen, Organisationen oder anderen sozialen Gemeinschaften.

Mediation im österreichischen Recht

Mediation ist in Österreich ein anerkanntes Verfahren zur außergerichtlichen Konfliktlösung und im Zivilrechts-Mediations-Gesetz (ZivMediatG) geregelt. Der Gesetzgeber sieht Mediation als wichtigen Baustein moderner Konfliktkultur und hat dafür verschiedene rechtliche Instrumente geschaffen, die den Einsatz der Mediation unterstützen.

Fristenhemmung in der Mediation

Wird eine Mediation mit einem eingetragenen Mediator begonnen, können zivilrechtliche Verjährungs- und Präklusivfristen gehemmt werden. Dadurch haben die Konfliktparteien die Möglichkeit, ihre Situation in Ruhe zu klären, ohne während der Gespräche rechtliche Nachteile befürchten zu müssen.

Mediationsklauseln in Verträgen

Unternehmen und Organisationen können bereits im Vorfeld vereinbaren, dass bei Konflikten zunächst eine Mediation vor einer gerichtlichen Auseinandersetzung durchgeführt wird. Solche Mediationsklauseln werden zunehmend in Verträgen, Kooperationen oder Gesellschaftsvereinbarungen integriert.

Verpflichtende Lehrlingsmediation

Bei Konflikten zwischen Lehrlingen und Ausbildungsbetrieben sieht das Berufsausbildungsgesetz in bestimmten Fällen verpflichtend eine Mediation vor, bevor ein Lehrverhältnis aufgelöst werden kann. Ziel ist es, Lösungen zu finden und Ausbildungswege möglichst zu erhalten.

Mediation im Familienrecht

Auch im Familienrecht wird Mediation häufig genutzt – etwa bei Trennung, Scheidung, Obsorge- oder Kontaktrechtsfragen. Gerichte empfehlen oder berücksichtigen mediative Lösungen, da sie oft nachhaltiger und tragfähiger sind als gerichtliche Entscheidungen.

Außergerichtliche Konfliktlösung

Mediation ermöglicht es Parteien, Konflikte selbstbestimmt, vertraulich und effizient zu lösen. Vereinbarungen aus einer Mediation können – wenn gewünscht – rechtlich abgesichert und in verbindliche Vereinbarungen überführt werden.

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